Sustainable Architecture


Oder: Wie bauen wir zukunftsfähig?

Die Erdbevölkerung vermehrt sich rasant – ca. 9 Milliarden Erdbewohner im Jahr 2050 sind prognostiziert. Die Begrenztheit fossiler Rohstoffe wird spürbar. Unser CO2-Ausstoß verändert das Erdklima. Gebäude sind direkt und indirekt für einen Großteil unseres Energiebedarfes und ein Drittel des Mülls verantwortlich.

Um gegenzusteuern, bedarf es eines radikalen Umdenkens, die Rohstoffe 10-20fach effizienter zu nutzen und die Stoffströme zu schließen (cradle-to-cradle-technology), den Ressourceneinsatz ganzheitlich zu sehen. Es geht nicht nur um Betriebskosten, sondern um die graue Energie in den Baumaterialien und den Rückbau und das Wiedereingliedern der Reststoffe in geregelte Stoffkreisläufe und die Verkehrsströme im Bezug auf Arbeit, Freizeit und Konsum zu minimieren.

Architekten Scheicher gelang es mit dem S-House, das erste Faktor-10-Passivhaus in cradle-to-cradle-Technologie, wissenschaftlich dokumentiert, zu errichten.

Faktor 10 bedeutet nur 10% des Umweltverbrauches gegenüber einem herkömmlichen Gebäude. Erreicht wurde dies durch konsequente Nutzung biologisch abbaubarer, nachwachsender Rohstoffen aus unmittelbarer Baustellennähe, die Miteinbeziehung der Rückbauplanung (einfache Rückbaubarkeit) in Konzept- und Ausführungsplanung sowie zahlreiche andere Innovationen in Werkstoff-, haustechnischer, baulogistischer und konzeptioneller Hinsicht.

Forum, Alpbach
Strohballenhaus S-House, Böheimkirchen