Es werde Licht. Nach der christlichen Schöpfungsgeschichte war vorher nichts. Zumindest sieht man nichts bis wenig, ohne Licht. Dass Licht wesentlich mehr kann als nur Räume erhellen, ist auch der Beleuchtungsindustrie bewusst. DesignerInnen und ArchitektInnen beschäftigen sich schon seit jeher mit der Formgebung von Lichtobjekten. Wesentlich neben der Form ist aber auch die erzeugte Stimmung, die Atmosphäre, die auf diese Weise transportiert werden kann. Licht und Schatten in der Architektur bewusst eingesetzt, können Oberflächen, Strukturen und Materialien in ihrem Erscheinungsbild komplett verändern. Es gibt wohl kein reicheres und spannenderes Gestaltungsmittel als...
Hans Werner Scheicher wurde 1956 in Hallein in die Tischler- und Architektenfamilie Scheicher geboren. Neben dem Vater Rudolf sind noch drei seiner Onkeln Architekten und Tischler, die in der 1923 von Alois Scheicher sen. gegründeten Tischlerei Scheicher auch zusammen arbeiten. Dieses Umfeld macht Hans W. Scheicher sehr früh mit dem Material Holz, dem Bauen und dem Gestalten vertraut. Mit dem 1962 gegründeten Einrichtungshaus Scheicher entstanden dann auch Kontakte bis hin zu Freundschaften der Familien Scheicher mit Architekten wie Hans J. Wegener, Kare Klint, Arne Jacobsen, Borge Mogensen aus Dänemark und Clemens Holzmeister in Salzburg. Die Tischlerei hat zB mit Verner Panton zusammen gearbeitet. Dieses geistige und freundschaftliche Klima war sehr beeinflussend für die persönliche Entwicklung von Hans W. Scheicher. Erste Berufserfahrungen sammelte er bereits im Alter von 14 Jahren in der familieneigenen Tischlerei. Nach Abschluss der HTL und Diplom an der TU Wien folgten Studienaufenthalte bei verschiedenen Architekten in Österreich und Auslandsaufenthalte für weitere Berufserfahrungen zum Studium in den Vereinigten Staaten, bei LIMAK General Management Programm Emory Business School Atlanta in 1992/93. Wichtige Eindrücke für seine Arbeit entstanden auch bei Beschäftigungen auf einer Großkraftwerksbaustelle im Gebirge (im Schichtbetrieb) und beim Wiederaufbau der historischen Altstadt von Buccino in Basilikata (Süditalien) nach einem Erdbeben. 1994 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Georg Scheicher das Architekturbüro ihres Vaters Rudolf Scheicher, das sie seit 1995 als die Architekten Scheicher ZT GesmbH führen. Als Architekt ist ihm sehr bewusst, dass er für Menschen baut. Vielfache Wohnbauaufgaben, Wettbewerbserfolge sowie zufriedene Bewohner bestätigen dies. Die Verantwortung für die Einhaltung von wirtschaftlichen Vorgaben wie Kosten und Terminen ist neben der Gestaltung oberstes Anliegen. Hans W. Scheicher pflegt ein aktives Interesse an Kunst und Kultur. Er war 1995 Mitbegründer des Kunstforums Hallein, wo er über zehn Jahre im Beirat aktiv tätig war. Weiters ist er auch in der Ortsbildschutzkommission der Stadtgemeinde Hallein tätig. Im Architekturbüro ist Hans W. Scheicher für wesentliche architektonische, gestalterische, funktionale Vorgaben, die Projektentwicklung und die gemeinsame Geschäftsführung verantwortlich.
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Georg Scheicher wurde 1958 in Hallein geboren. Der Vater Tischlermeister, Architekt, Unternehmer – vor Allem aber neugierig, umtriebig, visionenreich, brachte in den frühen 60er Jahren skandinavische Größen wie Hans Wegener, Mogens Koch, Arne Jacobsen und Alvar Aalto in das damalige Scheicher Einrichtungshaus in der Salinenstadt. Die Mutter, belesene Buchhändlerin aus dem weltoffenen Berlin, brachte frischen Wind in das „graue“ Hallein der 50er-Jahre. Die Diskussion über Kunst, Gestaltung und handwerkliche Qualität prägte den familiären Alltag. Danach erlernte er das Tischlerhandwerk, besuchte die HTL für Holzwirtschaft, arbeitete in seiner Freizeit viel in den familieneigenen Unternehmen und studierte dann an der WU Wien Betriebswirtschaft (Diplomarbeit ~ Architektur als Marketinginstrument). Die weitere berufliche Prägung erfolgte durch ein Postgraduate für Industrial Design (Schwerpunkt Möbeldesign und Innenarchitektur) an der Domus Academy in Mailand. Die kritische Auseinandersetzung mit Lehrern wie Gaetano Pesce, Andrea Branzi, Philippe Starck, Ettore Sottsass und anderen führten zur Erkenntnis, dass das Gestalten neben Funktionalität und Form auch ressourceneffizient sein muss – „form follows sustainability“. Mit Sinnesgenossen wie Thierry Kazazian, Niels Peter Flint und anderen wurde O2 gegründet, heute eine der wichtigsten Diskussionsplattformen für ressourceneffizientes Design mit mittlerweile ca. 80 Niederlassungen weltweit – sicher das Fundament für den im November 2006 erhaltenen Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit für das S-House in Böheimkirchen. Sein Wissen gibt er als Lektor an der Fachhochschule in Kuchl an die Studenten von Design & Produktmanagement weiter. Nach dem zu frühen Tod von Rudolf Scheicher übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Hans W. das väterliche Architekturatelier. Gemeinsam erarbeiteten sie für dieses Unternehmen eine neue Identität, drückten ihm ihre Handschrift auf. Georg Scheicher übernahm vorerst vor Allem die Innenarchitektur und später mehr und mehr Bauaufgaben, welche eine ganzheitliche architektonische Konzeption erforderten – also solche, bei denen Gebäudehülle und Inneneinrichtung eine Gesamtheit bilden, wie gehobener Individualwohnbau, Geschäfte, Banken und immer mehr die Hotellerie. Aufgaben, bei denen sich also in idealer Weise das erlernte Handwerk, die Marketing- und Organisationskenntnisse und das Innenarchitekturwissen einbringen lassen. Sein „Credo“ ist: Architektur muss emotional berühren. Räume müssen Wärme und Geborgenheit ausstrahlen, aber auch Ordnung und Organisation visualisieren. Die Ingredienzen für diesen Cocktail sind einfache, funktionale, zeitlose Formen; echte, natürliche, authentische Materialien (nachwachsende Rohstoffe); Detailverliebtheit und ein Eingehen auf den Bauherrn. Es geht ihm nicht darum, sich selbst ein Denkmal zu setzen, sondern um den Erfolg seiner Auftraggeber.
Die Tiefgarage des Raiffeisenverbands Salzburg dient als Entrée der Bank und ist somit ein wesentliches Element zur Darstellung des Unternehmens. Sie dient sowohl als eigener Kundenparkplatz als auch als öffentliche Parkmöglichkeit, auch für Besucher der benachbarten Kulturinstitute Mozarteum und Landestheater, insbesondere aber auch für die angrenzenden Hotels Sacher und Bristol. Mit der künstlerischen Ausgestaltung der Tiefgarage will der Raiffeisenverband Salzburg die Besucher positiv auf das eigene Haus einstimmen und auch zu einer Wechselbeziehung zwischen dem eigenen Unternehmen und der Stadt und den Kulturbetrieben der Umgebung anregen. Die im Juli 2007 eröffnete, sanierte Altstadt-Filiale des Raiffeisenverbandes am Alten Markt stellt im Rahmen des “Kunst-Fensters” regelmäßig Künstler und deren Arbeiten vor – so auch das Projekt in der Tiefgarage mit seinen Künstlern Thomas Stadler, Michael Scheirl und dem Bildkombinat Bellevue.
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Bauleitung
Planung
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